Fachberich Evangelische Religion

Sek 1: Stufen 5-9 (G9: Stufen 7-10)
Sek 2: Stufen 10-12 (G9: Stufen 11-13)

 

 

Religionsunterricht am StG – allgemeine Informationen

Am Stadtgymnasium wird Religionsunterricht – christlich und islamisch – durchgängig bis zum Abitur unterrichtet. Jüdischer Religionsunterricht, in NRW in den 1990er Jahren als ordentliches Unterrichtsfach eingeführt, findet aus organisatorischen Gründen in der Regel in den Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde Dortmund statt.
Neu für die evangelischen und katholischen Schüler der Sekundarstufe I ist, dass der Unterricht zukünftig konfessionell kooperativ unterrichtet werden soll.
Alle Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, besuchen parallel Praktische Philosophie (Sek I) bzw. Philosophie (Sek II).

Wir sehen unsere Aufgabe u.a. darin, religiöses Grundwissen zu vermitteln, Sprachfähigkeit für religiöse Themen und Erfahrungen einzuüben, an religiöse Erfahrungen heranzuführen, Neugier und Offenheit durch Information und Verständnishilfen zu wecken und Toleranz für andere religiöse und weltanschauliche Positionen einzuüben. Aus diesem Verständnis ergibt sich, dass wir uns als Religionen untereinander austauschen und voneinander lernen. Besonders intensiv ist dies geschehen im Rahmen des Projekts “Religionskooperativer Religionsunterricht”, das im Schuljahr2018/2019 als Forschungsprojekt der Universität Paderborn am Stadtgymnasium stattfand (weitere Informationen s. https://kw.uni-paderborn.de/zekk/forschung/ags-und-projekte/religionskooperativer-religionsunterricht/).

Die Fächer jüdische, katholische, evangelische und islamische Religion tragen dem im Leitbild verankerten Selbstverständnis des Stadtgymnasiums Rechnung, indem sie besonderen Wert auf die Themenfelder Solidarität, Respekt, Toleranz und Öffnung nach außen legen.

 

Evangelische und katholische Religionslehre

„Prüfet aber alles – das Beste behaltet.” (1 Thess 5,21)

Alles zu prüfen und das Beste zu behalten, wozu der Glaube nach einem Vers des Apostels Paulus aufgefordert und befähigt ist, setzt zunächst Kenntnisse und Maßstäbe voraus. Über diese verfügen Jugendliche in unserer heutigen Zeit in der Regel nicht mehr, da Religion häufig aus dem öffentlichen Leben verdrängt und in den privaten Bereich verschoben wird. Darüber hinaus erleben die Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag eine Vielfalt von Religionen und von Religiosität. Das Wissen über Verbindungen zwischen Religion und Gewalt in Geschichte und Gegenwart verunsichert viele junge Menschen und lässt sie an dem Sinn von Religion zweifeln.

Vor diesem Hintergrund hilft der Religionsunterricht den Schülerinnen und Schüler, sich zu orientieren und in wichtigen Lebensfragen zu einer eigenen, fundierten Überzeugung zu gelangen. Wir ermutigen die Jugendlichen, im Alltag für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. In dieser Welt, die sich rasant verändert, versuchen wir, Zuversicht und Lebensmut aus dem christlichen Glauben zu vermitteln.

Im Religionsunterricht werden darüber hinaus Kenntnisse über unsere christlich geprägte Geschichte und Kultur vermittelt.

Dabei geht es nicht um eine reine Vermittlung von Faktenwissen, vielmehr geht es uns um einen Diskurs über das Woher und Wohin unseres Menschseins. Wir fragen gemeinsam nach dem Verhältnis zwischen Vernunft und Glauben und den Konsequenzen einer christlichen Überzeugung für unser tägliches Leben.

Unser Religionsunterricht basiert auf der befreienden Erfahrung des Glaubens, dass jeder Mensch ein wundervolles Geheimnis des Schöpfers und unendlich wertvoll ist.