ROMY: das aktuelle Erasmus+ Projekt des Stadtgymnasiums

Erasmus19Zum vierten Mal in Folge ist es uns gelungen, dass unsere Schule den Zuschlag für ein europäisches Projekt im Rahmen von Erasmus + bekommen hat. Wieder hat das Stadtgymnasium Dortmund den Antrag gestellt. Der Titel des aktuellen Projektes lautet ROMY = Responsibility for me and you! Eine Dokumentation der bisherigen Comenius-Projekte finden Sie unter dem folgenden link.

Die Aktivitäten finden im Zeitraum vom Februar 2017 bis Juli 2018 statt.

Was ist ein Erasmus + Projekt?

Erasmus + ist ein Förderprogramm zum Aufbau und zur Stärkung von Kontakten zwischen europäischen Schulen. An unserem Projekt sind ein Gymnasium in Riva am Gardasee (Italien) und ein Gymnasium in Malmö (Schweden) beteiligt. Es steht also Besuch aus Malmö und Riva an, sowie auch Besuche unserer Schülerinnen und Schüler in Malmö und Riva.

An diesen Begegnungen können insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler vom Stadtgymnasium teilnehmen. Alle Schülerinnen und Schüler nehmen an dem Teilprojekt in Dortmund teil, jeweils 12 Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, an dem Teilprojekt in Malmö und an dem Teilprojekt in Riva teilzunehmen. Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer verpflichtet sich, einen Gast bei sich in der Familie für das Teilprojekt in Dortmund, das in der Zeit vom 28.05.-03.06.2017 stattfindet, aufzunehmen. Alle Schülerinnen und Schüler der EF und Q1 sind herzlich eingeladen, sich für die Mitarbeit an diesem europäischen Projekt zu bewerben.

Worum geht es in unserem Projekt?

Das Thema des aktuellen Projektes lautet “ROMY”: Responsibility for me and you. Es geht um die Verantwortung für das eigene Leben und Lernen, sowie für die Gesellschaft. Der Fokus liegt auf naturwissenschaftlichen Problemstellungen. Die zwei zentralen Themen lauten: Transhumanismus und Weltbilder: Unter „Transhumanismus“ wird in erster Näherung der wissenschaftliche Versuch verstanden, die Grenzen des Menschseins zu überwinden. Unterthemen sind: Gentechnologie, Künstliche Intelligenz und Robotik. Bei der Thematik „Weltbilder“ stehen die kosmologischen und astronomischen Weltbilder und deren Wandel von der Antike bis in die Gegenwart im Vordergrund. Welchen Einfluss haben naturwissenschaftliche Weltbilder auf unseren Alltag? Wie beeinflussen gesellschaftliche Denkweisen naturwissenschaftliche Theorien? Alle Unterthemen weisen vielfältige Facetten auf. Die Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, ihre Interessen und ihre Neugier bei der Wahl ihrer Arbeitsthemen zu verfolgen. Dabei soll auch auf andere Perspektiven wie z.B. die philosophische, sozialwissenschaftliche oder künstlerische Bezug genommen werden. Diesen gestalterischen und thematischen Freiraum in der Auseinandersetzung mit den Problemstellungen gilt es kreativ und selbstständig zu nutzen. In diesem Sinne werden die Teilnehmenden vom Erasmus-Team begleitet. Es werden Strategien des selbstregulierten Lernens vorgestellt und Unterstützung bei der Umsetzung dieser Strategien angeboten. Dieses Heranführen an das wissenschaftliche Arbeiten kann gleichzeitig als gute Vorbereitung auf die Facharbeit gesehen werden. Wir freuen uns, dass wir dabei Unterstützung von der Didaktik der Physik der Universität Essen –Duisburg erhalten. Frau Kreutz wird im Rahmen ihrer Masterarbeit uns wissenschaftlich begleiten.

Was bedeutet die Teilnahme am Projekt?

Phase 1: ERASMUS- Kolloquium

In der Vorbereitungsphase zu einem Teilprojekt wird von den betreuenden Lehrenden des Projektes eine Art Kolloquium/Arbeitstreffen angeboten. In dieser AG haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit der jeweiligen Thematik des Teilprojektes vertraut zu machen und sich mit anderen Mitschülerinnen und -schülern auszutauschen. Dabei sollen die Strategien des selbstregulierten Lernens Beachtung finden und eingeübt werden. Dazu muss ein Fragebogen ausgefüllt und ein Arbeitstagebuch/Portfolio angelegt werden, in dem das Tun, Denken und Fühlen der Teilnehmenden aufzeichnet. Den Abschluss dieser Phase bildet eine Präsentation eines Produktes im Plenum. Spätestens diese Präsentation muss in englischer Sprache gestaltet werden.

Phase 2: Das Teilprojekt

Wir haben geplant, dass insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler von den teilnehmenden Schulen sich für 5 Tage an einem Schulort treffen, dort in einem Intensiv-Workshop ihre Kenntnisse vervollständigen und sich auf die Präsentation eines Produktes vorbereiten, die den Abschluss des Treffens bilden soll. Hier haben wir das Drehen von Filmsequenzen, das Schreiben von Sketchen, das Erstellen einer Fachzeitschrift, die Gestaltung einer Poster Session etc. angedacht. Es ist in diesen Workshops Wissen und Kreativität gefragt – und natürlich eine gewissen Sicherheit in der englischen Sprache.

Wir haben von den Schülerinnen und Schülern, die an den vorangegangenen europäischen Projekten teilgenommen haben, begeisterte Rückmeldungen bekommen: Es waren einmalige und tolle Erlebnisse, die man nicht vergisst! Ein Dokument, das eindrücklich über die Bedeutung des Erasmus+-Projektes auf die Schülerinnen und Schüler berichtet, ist der Abschluss-Film des ungarischen Film-Teams. Hier bringen sich die Schülerinnen und Schüler des Teilprojektes mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen in eindrücklich direkter Weise ein.

Filmdokument: https://www.youtube.com/watch?v=axxlErudne8

erasmus-hu

Zeitplan des Projektes:

1. Teilprojekt in Dortmund 28.05. – 03.06.2017

Thema: Transhumanismus (Gentechnologie, Künstliche Intelligenz, Robotik)

Produkt: Poster-Session.

2. Teilprojekt in Riva 08. – 14.10.2017

Thema: Weltbilder vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Revolutionen

Am Beispiel der Frage: Warum ist der Nachthimmel dunkel (Olberssches Paradoxon)

Produkt: Theaterstück „Darkness in the Classroom“,

3. Teilprojekt in Malmö 11. – 17. März 2018

Thema: Transhumanismus (Gentechnologie, Künstliche Intelligenz, Robotik)

Produkt: Internetzeitschrift

Text: Michaela Horstendahl