Vom 23. bis 27. März war eine Gruppe von 31 Schülerinnen und Schülern des Collège et Lycée Gambetta in Arras (Frankreich) zu Besuch bei uns, 31 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 10 und EF des Stadtgymnasiums.
Schon die Wochen vor dem Erasmus-Projekt waren spannend und auch ein bisschen aufregend. Wir haben Videos um die Schule herum aufgenommen, in denen wir die Schule gezeigt haben. Wir haben die Videos auf der Website TwinSpace hochgeladen, wo die französischen Schülerinnen und Schüler dann unser Video sehen konnten. Wir haben ihnen auch Briefe geschrieben, in denen wir uns vorgestellt haben. Dies haben sie auch gemacht. So konnten wir mehr über sie lernen sowie sie über uns und wir konnten schon Kontakt aufnehmen. In einer Videokonferenz haben wir uns zum ersten Mal live gesehen.
Am Tag, bevor die Gäste ankamen, haben wir uns darauf vorbereitet, ihnen die Schule zu zeigen und ein paar ,Eisbrecher‘-Sätze eingeübt.
Am Dienstag wurde die Austauschgruppe aus Frankreich dann um 9 Uhr am Stadtgymnasium begrüßt. Alle haben Buttons mit ihrem Namen bekommen, sodass es leichter war, die Austauschpartnerinnen und -partner zu erkennen.
Anschließend gab es Zeit zum Sprechen, Essen und Trinken. Alle haben ein Heftchen bekommen, das sie die ganze Woche über ausfüllen sollten. Die erste Aufgabe darin war, ungewöhnliche Gemeinsamkeiten mit dem Austauschpartner/der Austauschpartnerin zu finden.
Wir haben unsere Gäste durch die Schule geführt und sind gemeinsam mit ihnen in den Unterricht gegangen. Danach haben wir eine Fotochallenge gemacht. Dabei hatten wir verschiedene Aufgaben: zum Beispiel sollten wir etwas fotografieren, das die Franzosen in unserer Schule überrascht hat (bei den meisten waren das die verkleideten Abiturienten, die ihre Mottowoche feierten), einen Ort, der ein gutes Beispiel für Bildung für nachhaltige Entwicklung ist (bei vielen war das unsere Treppe mit den BNE-Zielen, aber auch das Insektenhotel im Schulgarten und der Wasserspender wurden fotografiert), und Orte, die wir gern verändern würden. Wir präsentierten die Ergebnisse vor allen.
Anschließend machten wir noch eine Stadtrallye, die uns zum Beispiel am Adlerturm, am Platz der Alten Synagoge und anderen Orten vorbeiführte. Danach hatten wir Freizeit mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern.
Der Mittwoch startete damit, dass wir uns an der Haltestelle „Stadtgarten“ mit der Austauschgruppe aus Arras trafen. Von da aus sind wir zusammen mit der Bahn zum Theater an der Sckellstraße gefahren und haben das Stück „Cyber Cyrano“ besucht. Es war ein spannendes Stück, das auf einem französischen Stück beruht. Es handelte von Identität in den digitalen Medien.
Bei einer Mittagspause in der Jugendherberge der Franzosen konnten wir unsere Eindrücke austauschen. Nachher waren wir im Fußballmuseum und haben eine Führung zum Thema „Fußball in Europa“ bekommen. Wie auch an den anderen Tagen, hatten wir die Gelegenheit, mit unseren jeweiligen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern zusammen Zeit in der Stadt zu verbringen. Abschließend haben wir gemeinsam in der Jugendherberge zu Abend gegessen.
Am Donnerstag trafen wir uns um 9.10 Uhr am Hauptbahnhof in Dortmund und fuhren zur Zeche Zollern. Um 11 Uhr waren wir da und bevor die Führung begann, hatten wir noch etwas Zeit, uns umzuschauen, Fotos zu machen, die Aussicht vom Förderturm aus zu genießen und uns mit unseren Gästen zu unterhalten.
Die Führung selbst war sehr interessant. Wir haben viel über das Leben der Bergarbeiter erfahren, zum Beispiel, wie lange sie arbeiten mussten, wie viel sie verdienten und unter welchen Bedingungen sie arbeiteten. Wir hatten auch die Möglichkeit, viele Fragen zu stellen, und einige der Werkzeuge, die die Bergarbeiter nutzten, selbst in die Hand zu nehmen. Wir erfuhren nicht nur viel über ihr Leben damals, sondern auch über die Architektur der Zeche Zollern.
Danach ging es weiter nach Dortmund-Hörde. Dort hatten wir etwa eine Stunde Freizeit, in der wie die Gegend um den Phoenix See erkunden oder einfach zusammen Zeit verbringen konnten. Zum Schluss besuchten wir das Phoenix des Lumières. Am Ende mussten wir uns dann leider von unseren französischen Gästen verabschieden. Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus. Manche hatten auch kleine Geschenke vorbereitet.
Fazit: Insgesamt kann man sagen, dass es viel Spaß gemacht hat, mit den französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern Zeit zu verbringen. Wir haben unsere Französischkenntnisse verbessert und sie ihre Deutschkenntnisse, obwohl viele schon gut Deutsch gesprochen haben. Es gab aber auch Leute, die nur ein bisschen oder gar nicht Deutsch sprechen konnten. Das war aber nicht so schlimm. Wir haben einfach auf Englisch gesprochen.
Wir haben unseren Gästen viele Orte in Dortmund gezeigt, z.B. die Thier Galerie und auch ein paar andere schöne Orte und wir haben viel über ihr Leben erfahren und hatten gemeinsam viel Spaß.
Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr in Arras wieder!
Michail, Maria, Afnan, Zelal und Kamar (Jgst. 10)

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