Vom Stadtgymnasium in die Welt –  Vivien Magyar berichtet über ihr Auslandssemester in Lettland

Am 18.03. durften wir einen besonderen Gast an unserer Schule begrüßen: Die ehemalige Schülerin Vivien Magyar besuchte uns, um von ihrem inspirierenden Bildungsweg und ihrem Erasmus-Auslandssemester in Riga, Lettland, zu berichten.

Vivien, die 2018 an unserer Schule ihr Abitur absolvierte, ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wohin Mut und Zielstrebigkeit führen können. Mit 14 Jahren kam sie ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland. Als erste Schülerin aus einer internationalen Klasse an unserer Schule, die das Abitur erreichte, legte sie den Grundstein für eine beeindruckende akademische Laufbahn.

Ein Weg voller Mut und Erfolg

Nach ihrem Abschluss zog es Vivien hinaus in die Welt. Ihr Weg führte sie über ein Bachelorstudium in Anglistik und Erziehungswissenschaften an der Universität zu Köln bis hin zu ihrem aktuellen Masterstudium („Professionalisierung frühkindlicher Bildung“) an der Universität Leipzig. Dabei sammelte sie bereits vielfältige Auslandserfahrungen in Budapest und Barcelona.

In ihrem Vortrag legte sie einen besonderen Fokus auf ihr aktuell zurückliegendes Erasmus-Semester in der lettischen Hauptstadt Riga. Mit Bildern von verschneiten Landschaften und lettischen Sehenswürdigkeiten gab sie den Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Einblick in das Leben und Studieren im Baltikum.

Als „First-Gen-Studentin“ Hürden überwinden

Besonders authentisch berichtete Vivien von den Herausforderungen, die ein Studium mit sich bringt, wenn man die Erste in der Familie ist, die diesen Weg geht (sogenannte „First-Gen-Studentin“). Sie sprach offen über:

  • Die Komplexität von BAföG-Formularen und Auslandsbewerbungen.
  • Sprachbarrieren und finanzielle Sorgen, die oft durch Nebenjobs und präzise Planung bewältigt werden müssen.
  • Die quälende Frage des Selbstzweifels: „Bin ich gut genug?“

Unterstützung annehmen und Chancen nutzen

Viviens Botschaft an die Schülerschaft war klar: Man muss den Weg nicht alleine gehen! Sie betonte, wie wichtig Unterstützungssysteme sind. Ihr persönlich halfen vor allem:

  • Engagierte Lehrkräfte am STG und Beratungsstellen,
  • erfahrene Freundinnen und Freunde,
  • EU-Förderprogramme wie Erasmus, die finanzielle Unterstützung für Auslandsvorhaben bieten.

Motivation für die Zukunft

Zum Abschluss des Besuchs gab es eine interaktive Fragerunde und Gruppenarbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler über ihre eigenen Träume und Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte nachdenken konnten.

Wir danken Vivien Magyar herzlich für diesen persönlichen und motivierenden Besuch. Sie hat unseren Schülerinnen und Schülern gezeigt, dass Herkunft keine Barriere für eine internationale Karriere sein muss und dass es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Fotos und Text: Ana Haslsteiner