Viele Inhalte aus den Bereichen Evolution und Ökologie wecken bei Schülerinnen und Schülern der Oberstufe großes Interesse. Im Schulunterricht können sie jedoch häufig nur theoretisch behandelt werden, da geeignete Anschauungsobjekte fehlen und meist nur ein oder zwei Abbildungen aus dem Schulbuch zur Verfügung stehen. Die Pflanzenschauhäuser des Botanischer Garten Rombergpark eröffnen hier ganz neue Möglichkeiten: Mit ihrer außergewöhnlichen Artenvielfalt bieten sie eine reiche Auswahl an Originalobjekten, anhand derer zentrale biologische Inhalte anschaulich erarbeitet und lebendig vermittelt werden können. Themen wie Homologie, Analogie und Konvergenz lassen sich eindrucksvoll an Sukkulenten und Blüten verdeutlichen. Adaptive Radiation kann anhand von Kakteen, Orchideen und Wolfsmilchgewächsen nachvollzogen werden. Auch Erdzeitalter – insbesondere das Karbon und das Tertiär – werden greifbar. Verschiedene Ökosysteme wie Wüsten, tropische Regenwälder oder die Wälder Tasmaniens ermöglichen Einblicke in ökologische Zusammenhänge. Darüber hinaus können ökologische Nischen, Zeigerorganismen, Mimese (z. B. bei lebenden Steinen) sowie Aspekte der Biodiversität und des Naturschutzes anhand zahlreicher konkreter Beispiele anschaulich behandelt werden. Im Rahmen dieses Lernangebots verbrachten die Biologiekurse der Q2 im Januar einen Schulvormittag im Schulbiologisches Zentrum im Rombergpark. In den Pflanzenschauhäusern setzten sie sich intensiv mit den Themengebieten Evolution und Ökologie auseinander. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die Schauhäuser und erarbeiteten anschließend in Gruppen Kurzreferate zu ausgewählten Fragestellungen aus den genannten Themenbereichen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Grüne Schule sowie beim Botanischen Garten für den spannenden und lehrreichen Tag in den Pflanzenschauhäusern.
Text: Maria Fourniotis
Fotos: Maria Fourniotis und Janis Haupt

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