Zum Weltfrauentag gab es am Stadtgymnasium für alle Frauen als kleine Aufmerksamkeit eine Karte und Blumen vom Gleichstellungsteam. Gleichzeitig wurde das Thema auch im Unterricht aufgegriffen. In vielen Klassen wurde der Artikel zum Weltfrauentag auf unserer Homepage gelesen, der begleitende Podcast gehört und anschließend lebhaft diskutiert.
Dabei wurde eines ganz deutlich. Früher kämpften die ersten Mädchen und Lehrerinnen darum, überhaupt Teil der Schule sein zu dürfen. Heute diskutieren wir gemeinsam, Jungen und Mädchen, darüber, wie gerecht es bei uns wirklich zugeht. Und plötzlich wird es ganz konkret. Wer macht bei euch zu Hause den Haushalt? Ist das gerecht verteilt? Wer kümmert sich um die Kinder oder um die Großeltern?

Schnell merkt man, dass Gleichstellung kein Thema aus Geschichtsbüchern ist. Sie betrifft unseren Alltag und es gibt noch vieles, was gerechter werden kann. Die Fragen haben sich verändert, aber das Ziel bleibt dasselbe. Eine Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht die gleichen Chancen haben. Denn am Ende geht es nicht darum, ob jemand Mann oder Frau ist, sondern darum, dass jeder Mensch mit Respekt behandelt wird und die gleichen Möglichkeiten erhält. Genau diese Gespräche im Alltag sind es, die den Unterschied machen und die zeigen, dass Gleichstellung eine Aufgabe für uns alle bleibt.

Auf unserer Karte symbolisieren 478 grüne Herzchen die 478 Jahre mit männlicher Schulleitung. Fünf rote Herzchen stehen für die fünf Jahre mit unserer Schulleiterin Frau Klimasch. Doch am Ende zählt nicht die Farbe. Entscheidend ist, dass wir alle, unabhängig davon ob Mann oder Frau, unsere Arbeit mit ganzem Herzen, mit Liebe und Leidenschaft machen. Genau das ist es, was unsere Schule ausmacht.

Text: Tatjana Arngold und Hannah Lange

Fotos und Video: Hannah Lange