Am 27. Januar, dem Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, nahm der Wahlpflichtkurs-Geschichte der Jahrgangsstufe 9 an der Gedenkfeier mit Kranzniederlegung im Wasserturm teil. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinde, der Bezirksvertretung Innenstadt Ost sowie Schülerinnen und Schülern des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und des Anna-Zillken-Berufskollege gedachten sie der Opfer des Holocaust.

Der Wahlpflichtkurs hatte sich in den Wochen zuvor damit beschäftigt, warum es so wichtig ist, an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern. Diese Gedanken trugen sie in einem eindringlichen und auffordernden Vortrag vor den Anwesenden vor und leiteten damit über zu den Beiträgen der anderen beiden Schulen.

Die Schülerinnen und Schüler des Anne-Zillken-Berufskollegs nahmen die Zuhörenden danach gedanklich mit nach Auschwitz, wohin Anfang Januar ihre Gedenkfahrt ging, und gaben mithilfe eines Dialogs des Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel mit seiner Tochter einen berührenden Einblick in die Gefühle der Opfer.

Nach dem Trauergebet des Rabbiners der jüdischen Gemeinde traten die Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums vor die Gedenkenden, um an Dortmunder Kinder zu erinnern, die die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht überlebten. Ihre Biografien machten deutlich, dass die Opfer Menschen, ja, Kinder und Jugendliche waren wie die vortragenden Schülerinnen und Schüler selbst.

Diese Gedenkfeier machte deutlich, dass sich junge Menschen auch heute intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht die Zuschreibung von Schuld an die heutige Generation, sondern die Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und dafür einzustehen, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen. Denn wie Elie Wiesel einmal sagte: „Wer die Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Text und Fotos: Gabriele Arning