Heute gibt es ein kleines Rätsel für euch: Welche Geschichte verbirgt sich hinter diesen Emojis?
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Keine Idee?
Kein Problem! Hier gibt es Tipps und am Ende die Auflösung und eine Erklärung.
Tipp 1
Achte darauf, wer die Person am Anfang ist und welche Rolle sie hat. Einige Emojis stehen nicht für Dinge, sondern für Eigenschaften oder Situationen. Überlege: Was bedeutet „kein Geld“ hier wirklich?
Tipp 2
Die zentrale Person dieser Geschichte ist für Hilfsbereitschaft und Mitgefühl bekannt. Die Geschichte ist älter als Weihnachten, wie wir es heute feiern.
Tipp 3
Die Geschichte ist eng mit dem heutigen Nikolaustag verknüpft. Achte besonders auf die Szene in der Nacht: Jemand hilft, ohne entdeckt zu werden. Genau darin liegt die zentrale Aussage der ganzen Geschichte.
Auflösung
Ein Mann (Nikolaus) lebt als Bischof.
Eine arme Familie hat kein Geld und ist verzweifelt.
In der Nacht bringt Nikolaus heimlich Geld und wirft es durchs Fenster.
Am Morgen ist die Familie überrascht und dankbar.
So entsteht die Tradition des Schenkens aus Nächstenliebe.
Erklärung
Der historische Heilige Nikolaus von Myra lebte im 4. Jahrhundert n. Chr. Er wirkte als Bischof in der Stadt Myra, die in der Region Lykien liegt (heutige Türkei, nahe der modernen Stadt Demre). Man nimmt an, dass er zwischen 345 und 351 n. Chr. starb. Sein Wirken zeichnete sich vor allem durch Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft aus, wobei er seine guten Taten aus Bescheidenheit oft heimlich ausführte.
Die berühmteste Geschichte, die Mitgift-Legende, illustriert diesen Charakterzug: Sie besagt, dass Nikolaus in drei aufeinanderfolgenden Nächten Goldklumpen (oder Goldbeutel) durch das Fenster eines verarmten Mannes warf. Dieser Vater hatte drei Töchter, die er ohne die notwendige Mitgift nicht hätte verheiraten können. Durch seine anonyme Spende half Nikolaus der Familie sehr. Diese Legende gilt als der Ursprung des Brauchs, heimlich Geschenke in der Nacht zu verteilen.
Wahrheiten und Mythen zur Geschichte (Spoiler)
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Profiwissen (Historische Wahrheit) |
Falsche Mythen (Häufige Irrtümer) |
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Er war real. Es gab den Bischof Nikolaus von Myra (heutige Türkei, 4. Jh. n. Chr.) und eventuell Nikolaus von Sion, dessen Legenden verschmolzen. |
Der Nikolaus ist erfunden. Er ist keine reine Märchenfigur (wie Väterchen Frost oder der Weihnachtsmann). |
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Er war ein Bischof. Seine traditionelle Kleidung besteht aus Bischofsgewand, Mitra (Bischofsmütze) und Krummstab. |
Er trägt Rot, weil Coca-Cola es erfand. Die Bischofsfarbe war schon immer Rot. Das moderne rot-weiße Plüschkostüm stammt vom Weihnachtsmann/Santa Claus ab, der erst später populär wurde. |
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Sein Todestag ist der 6. Dezember. Daher feiern wir ihn an diesem Datum. |
Er kommt am 24. Dezember. Am Heiligen Abend kommt in vielen Ländern das Christkind oder der Weihnachtsmann, der Nikolaus kommt immer am 6. Dezember. |
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Er war der Schutzpatron der Studierenden. Neben Seeleuten und Kaufleuten ist er auch Patron der Schüler und Studenten. |
Er fliegt mit dem Schlitten. Der Nikolaus reist traditionsgemäß zu Fuß, auf einem Esel oder (in den Niederlanden) auf einem weißen Pferd. Der fliegende Schlitten gehört zum Weihnachtsmann. |
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Er beschenkte heimlich. Die berühmte Legende besagt, er habe Goldklumpen heimlich durchs Fenster geworfen, um eine Familie vor dem Elend zu retten (Mitgift-Legende). |
Er sieht alle und hat ein Notizbuch. Die Vorstellung, dass der Nikolaus (oder sein Begleiter) in einem großen Buch alle guten und schlechten Taten protokolliert, stammt aus späteren Traditionen und Mysterienspielen. |
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Sein Begleiter ist regional verschieden. Er tritt in Deutschland oft mit Knecht Ruprecht auf, in Österreich mit dem Krampus, in den Niederlanden mit Zwarte Piet. |
Knecht Ruprecht ist der Gehilfe des Weihnachtsmanns. Knecht Ruprecht ist traditionell der Gehilfe des Nikolaus, nicht des Weihnachtsmannes. |
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Er war ein Wundertäter. Ihm werden zahlreiche Wunder zugeschrieben, wie die Vermehrung von Getreide und die Rettung von Seeleuten. |
Schokolade ist das traditionellste Geschenk. Früher waren Nüsse, getrocknetes Obst, Äpfel und Orangen (damals Luxus) die typischen Gaben, bevor der Schoko-Nikolaus um 1820 aufkam. |

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