Wer war der Täter? – Biologie-LK löst Kriminalfall

Der Biologie-Leistungskurs des Stadtgymnasiums hat in der vergangenen Woche einen Ausflug zum Molekularbiologischen Labor des GadSA gemacht.

Hier bot sich für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen genetischen Fingerabdruck praktisch durchzuführen, nachdem dieser im Unterricht theoretisch erarbeitet worden war. Gleichzeitig erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen und Berufe.

Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Wissenschaftlern, um in 4er-Teams einen Kriminalfall mittels eines genetischen Fingerabdrucks zu lösen.

Beim genetischen Fingerabdruck handelt es sich um die Erstellung eines für jeden Menschen einzigartigen DNA-Musters:

Zuerst wurden die Agarosegele gegossen.

Während diese aushärteten, lernten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Mikroliterpipetten.

Dann vermischten sie die DNA der Verdächtigen mit sogenannten Restriktionsenzymen: Die Enzyme zerschneiden die DNA wie Scheren in Stücke, und zwar an palindromen Erkennungssequenzen, ähnlich dem Wort „Otto“ oder „Anna“. Je nachdem wie oft und wo ein solches Palindrom in der DNA eines Menschen vorkommt, entstehen individuell unterschiedlich viele und große DNA-Stücke.

Die Schülerinnen und Schüler beluden die ausgehärteten Gele mit der verdauten (= zerschnittenen) DNA der Verdächtigen und legten ein Gleichspannungsfeld an. Auf diese Weise können die DNA-Stücke nach ihrer Größe aufgetrennt werden: Die negativ geladene DNA wandert durch das Gel zum Pluspol, der Anode. Dabei wandern kleine DNA-Stücke schneller als große.

Um die DNA-Banden sichtbar zu machen, wurden die Gele im letzten Schritt angefärbt. Dabei zeigte sich: Verdächtiger 3 ist der Täter, da seine DNA-Banden mit den DNA-Spuren vom Tatort übereinstimmen. Fall gelöst!

 

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