Industrienatur auf der Kokerei Hansa

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Mensch und Ökosysteme“ hat der Biologie-Leistungskurs eine Exk ursion zur Kokerei Hansa unternommen und hier eine Führung zum Thema Industrienatur erhalten.

Nach der Stilllegung 1992 hat sich die Natur inzwischen weite Teile des Geländes zurückerobert (das nennt der Biologe Sukzession), obwohl die Bedingungen extrem sind: Wenig Boden, Hitze, Nährstoffmangel und Wasserarmut.

Birken, Brombeeren und Sommerflieder bilden in manchen Bereichen schon einen dichten Industriewald. Andernorts befindet sich die Sukzession noch in der Hochstaudenphase, hier blühen z.B. Habichtskräuter, Nachtkerzen, Stinkender Storchschnabel und Greiskräuter. Einige Arten, wie das Schmalblättrige Greiskraut, sind bei uns nicht ursprünglich heimisch, sondern erst durch den Einfluss des Menschen hergelangt. An einem flachen Wasserbecken kann man zahlreiche Tiere, wie Groß- und Kleinlibellen, Frösche, Rückenschwimmer und Wasserläufer beobachten.

Dortmund ist auf den alten Industriearealen also inzwischen wieder recht wild!

Fotos: Salome Arndt
Text: Friederike Schwietering

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