Hastingsfahrt 2019

Früh morgens am 11.02.2019 ging es endlich los, nach Wochen der Planung fuhren wir – 47 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen und vier Lehrer – um 8:30 Uhr los Richtung England und damit auch in Richtung unserer Gastfamilien.

Nach sechs Stunden Fahrt durch die Niederlande, Belgien und Frankreich waren wir, nachdem die französische Grenzkontrolle passiert war, auf der Fähre von Dünkirchen nach Dover. Während der Überfahrt gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang, der natürlich auch fleißig fotografiert wurde. Nach weiteren anderthalb Stunden Fahrt mit bester musikalischer Unterhaltung, mit Liedern aus allen Genren, von Rap über Pop und Schlager bis hin zu Hits wie Aramsamsam und Co, sind wir in Hastings angekommen und wurden von unseren Gastfamilien abgeholt. Als wir Zuhause ankamen stand das Abendessen samt besserem Kennenlernen der Gastfamilien an. Und somit war auch schon unser erster Tag der Reise vorüber.

Nach dem Frühstück in den Gastfamilien ging es vom Lidl – unserem Treffpunkt – zu Fuß in das Zentrum von Hastings, wo eine Stadtführung anstand. Bei der Führung ging es quer durch Hastings, zu besonderen Orten wie der Kirche, aber auch auf einen Berg, auf dem noch Reste der Burg von Hastings stehen. Dann stand die “Crazy Tea Ceremony“ an, wo uns auf eine sehr lustige und verrückte Art gezeigt wurde, wie der typische englische Tee getrunken wird. Danach hatten wir erst mal Zeit, Hastings alleine zu erkunden und natürlich shoppen zu gehen. Und schon wieder hatten wir Glück und konnten bei einem wunderschönen Sonnenuntergang am Strand zu unseren Gastfamilien zurückgehen. Und damit war dann auch schon unser zweiter Tag der Reise vorbei.

Früh am Mittwochmorgen trafen wir uns wieder bei Lidl, diesmal um nach London zu fahren. Nach drei Stunden Fahrt, wieder mit bester Musik, ging es zu Fuß zu der sehr belebten Westminster Station, von dort aus weiter zur South Kensington Station, wo das Natural History Museum liegt – unser erster Programmpunkt. Nach einer Rallye durch das Museum und einer kleinen Pause in der Cafeteria liefen wir in Kleingruppen mit unseren im Vorfeld erarbeiteten Rallyeplänen durch London: von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und von Shop zu Shop fast vier Stunden durch die Stadt. Um 17:00 Uhr trafen wir uns an Londons berühmtem Riesenrad, dem London Eye, mit welchem wir – erneut von einem faszinierenden Sonnenuntergang begleitet und mit Souvenirs und Klamotten bepackt – fuhren, natürlich wieder fleißig fotografierend. Danach ging es mit der U-Bahn und zu Fuß zurück zum Bus. Nach fast vier Stunden Rückfahrt – Umleitung wegen gesperrter Straßen: Welcher Dortmunder kennt das nicht? – kamen wir wieder in Hastings an. Und damit war unser dritter Tag der Reise vorbei.

Am nächsten Morgen hieß unser Ziel Brighton – „Hastings nur in groß“, wie meine Gastmutter meinte. Am wunderschönen Strand entlang und durch Brighton erreichten wir unseren Treffpunkt – den Royal Pavillon. Dort erhielten wir eine Karte und ein Fragebüchlein mit 16 Fragen über Brighton und seine Gebäude. Von dort aus ging es bei strahlender Sonne quer durch die Stadt: vom Royal Pavillon zum Strand, mit seinem weißen Sand, der einem etwas das Gefühl gab in Florida und nicht in Brighton zu sein, durch die „Neu“- und Altstadt Brightons und zurück. Durch die Rallye bekamen wir einen recht guten Überblick über Brighton, so dass wir in der Freizeit nicht so ganz unvorbereitet waren und uns halbwegs zurecht finden konnten. Also ging es, wie auch am Vortag in London, von Shop zu Shop, während wir zwei Stunden Freizeit hatten, um zu shoppen, zu essen und Souvenirs zu kaufen. Nach unserer Freizeit gab es eine Audioguide-Führung durch den Royal Pavillon, bei der wir viel über den Pavillon, aber auch über Georg IV. (1762-1830) erfuhren, für den der Royal Pavillon in jüngeren Jahren als „Lustschloss“ erbaut wurde. Nachdem wir wieder in Hastings waren, mussten wir uns auch schon wieder langsam ans Packen machen, denn unser letzter richtiger Tag in England war vorüber.

Am Freitagmorgen wurden die letzten Sachen zusammengepackt und es hieß langsam Verabschieden von allem, was diese Woche unser Zuhause war. Danach fuhren unsere Gastfamilien uns zu dem Ort, an welchem wir Montagabend angekommen waren und uns zum ersten Mal trafen. Nachdem wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedet hatten, ging es zurück Richtung Deutschland. Wie bei der Hinfahrt war der Himmel wieder wunderschön gefärbt, dieses Mal mit einem beeindruckenden Sonnenaufgang. Von Dover aus fuhren wir wieder nach Dünkirchen, wobei wir uns die Überfahrt mit Mau Mau, essen, schlafen und quatschen vertrieben. Anschließend durch Frankreich, die Niederlande und Belgien. Nach einem kurzen Zwischenstopp an einer Tankstelle, wo wir die Möglichkeit hatten unsere Vorräte aufzufrischen, was wir auch taten, indem wir die Tiefkühltruhe aufkauften, waren wir auch schon wieder in Deutschland, wo wir von unseren Familien begrüßt wurden. Und so war dann auch schon unser fünfter und damit letzter Tag der Reise vorbei.

Die Hastingsfahrt war extrem cool. Man hat sich noch einmal ganz anders kennengelernt, denn es ist definitiv etwas anderes acht Stunden zusammen in einem Bus zu sein, als in einem Klassenraum oder auf dem Schulhof. Alle Gastfamilien waren super nett und manche hatten auch Haustiere (wie zum Beispiel meine, mit zwei super süßen Hunden). Die Zeit ging super schnell rum, da wir jeden Tag etwas zu tun hatten und es war plötzlich schon Donnerstagabend, obwohl wir gefühlt erst angekommen sind. Ich würde es jedem empfehlen, der die Chance hat, mitzufahren.

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Text: Anne Gliemann (8d)
Fotos: Linnea Garder (8b)

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