Deutsch-französische Freundschaft – 50 Jahre Élysée-Vertrag

Na und? könnte man sich fragen. Was ist daran so besonders? Und in der Tat ist es für Schülerinnen und Schüler des 21. Jahrhunderts nicht so einfach nachzuvollziehen, wie einzigartig diese Freundschaft zwischen zwei Staaten ist, die noch zur Zeit ihrer Großeltern in ewiger „Erbfeindschaft“ Kriege führten.

Das Besondere an dieser fast allzu selbstverständlich gewordenen freundschaftlichen Beziehung wurde den Schülerinnen und Schülern des Grundkurses Französisch der Q1 (Jahrganggstufe 11) von dem französischen Politologen Professor Henri Ménudier erklärt, der anlässlich des Jubiläums am bilingualen Max-Planck-Gymnasium zu Gast war. Professor Ménudier erinnerte an die Erbfeindschaft, die erste Annäherung in der Zwischenkriegszeit und hob das besondere Engagement von Männern beiderseits des Rheins hervor, die sich – gerade weil sie Opfer des Krieges waren – die Hand zur Versöhnung reichen wollten. Natürlich fehlte auch nicht der Blick auf die aktuelle Lage, denn die Zusammenarbeit beider Staaten ist vor dem Hintergrund der europäischen Wirtschaftskrise wichtig wie selten zuvor.

Nach dem eigentlichen Vortrag war es Professor Ménudier ein besonderes Anliegen, auf Fragen ausführlich zu antworten, die die Schülerinnen und Schüler ihm mit großem Interesse stellten. Abschließend gab er ihnen noch einen Tipp für die Zukunft: Apprenez des langues étrangères et faites des études à l’étranger! (Lernen Sie Fremdsprachen und studieren Sie im Ausland!)

Ein großes Dankeschön für die Einladung an das Max-Planck-Gymnasium!

Text: Birgit Volland

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