Als die Neuigkeit noch ein Ereignis war: Zeitungswesen zwischen dem 17. und 21. Jahrhundert

Am 27.05.2019 konnte die Klasse 7b den Deutschunterricht als Lokaltermin im Umgang mit Zeitungen erleben. Große Augen bewirkte Frau Dr. Blome, die Leiterin des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung, bei der Klasse, als sie 500 Jahre alte Zeitungen zur Einsicht herumreichte. Drei Stunden waren wir zu Gast und erhielten in Form von Vortrag, Gespräch und Übung einen Tauchgang in die Tiefe der Zeitungsgeschichte.

Bevor sich die Schülerinnen und Schüler über druckfrische Berichte beugen durften, staunten sie über die Bedeutung von Nachrichten, die Aufbereitung und Vermarktung von Neuigkeiten im 17. Jahrhundert.

Uns wurde die Tiefe im Meer der Zeitungsgeschichte unterhaltsam erleuchtet. Insbesondere Materialeigenschaften („Lumpenpapier“) und das Format (damals schon universale tablet-Grösse) der Presseprodukte stellte Frau Dr. Blome den aufmerksamen Schülerinnen und Schülern in ansprechendem Vortrag anschaulich dar.

Nachdem die Flut vertiefender Fragen verebbte, tauchten wir wieder auf und es knisterte auch schon die Gegenwart in den unerfahrenen Händen: In Vergleichsbetrachtungen übte sich die Klasse an Originalen und war über die Länge der Berichte und Artikel zurückhaltend verblüfft. Es schloss sich der Kreis zum Beginn der Zeitungsgeschichte. Schließlich ist es eine Erfahrung wert, dass nicht nur die Nachricht, sondern auch das Medium – die Zeitung selbst – erstaunen kann.

Ein herzlicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung dafür, dass wir unsere Köpfe durch ein Zeitfenster stecken durften.

Für die Klasse 7b des Stadtgymnasiums Jan Pfennig, 2019.

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