Geschichten im Advent

Das beste Weihnachtsgeschenk

 (von Jana Almahmoud aus der 5b)

Es war einmal ein Mädchen, das hieß Ulia. Sie lebte mit ihrer Oma in einer kleinen Hütte. Sie waren leider sehr arm und verkauften aus ihrem Garten Obst und Gemüse, damit Ulias Oma Geld für ein Weihnachtsessen und ein Geschenk für Ulia bekam. Denn es war bald Weihnachten.

Eines Tages kam ein Altsachenverkäufer an Ulias Hütte vorbei. Ulia hörte ihn und sah bei seinen Sachen ein wunderschönes Armband, das sie unbedingt zu Weihnachten haben wollte. Ulia fragte ihre Oma, ob sie ihr dieses Armband zu Weihnachten kaufen könne. Ihre Oma sagte: „Es tut mir so leid, aber dieses Jahr kann ich dir kein Geschenk kaufen, weil es seit einer Weile nicht mehr geregnet hat und wir im Dorf kein Wasser mehr haben, mit dem wir die Pflanzen gießen können. Deshalb konnte ich kein Geld für dein Geschenk sparen. Es tut mir wahnsinnig leid.“ Ulia war so traurig und wollte fast weinen, da sprach ihre Oma: „Ulia, du musst nicht weinen.“ Sie zeigte auf einen alten Teller und sagte: „ Nimm diesen Teller und frage den Verkäufer, ob du das Armband gegen den Teller tauschen kannst!“ Und Ulia ging zu dem Verkäufer und sagte zu ihm dasselbe, was ihre Oma gesagt hatte. Aber der Verkäufer schaute den Teller eine Weile an und antwortete: „Tut mir leid, Kleine, aber dieser wertv…..ähh… lose Teller kostet viel weniger als das Armband.“ Ulia ging traurig nach Hause und erzählte der Oma, was der Verkäufer gesagt hatte. Aber in Wahrheit war dieser Teller aus Gold, deswegen hatte der Verkäufer den Teller eine Weile in der Hand gehalten und ihn an der Seite ein bisschen sauber gemacht. Er wollte sicher sein, dass er aus echtem Gold ist. Aber er hatte es Ulia nicht gesagt, damit er am nächsten Tag wiederkommen und den Teller gegen das Armband tauschen konnte.

Aber am nächsten Tag kam ein anderer netter Mann, der auch wunderschöne, alte Sachen verkaufte. Dieses Mal ging Ulias Oma zu dem Mann und bot ihm denselben Teller an. Als Ulias Oma dem Mann den Teller zeigte, sagte dieser: „DerTeller ist aus Gold, er ist sehr wertvoll, so wertvoll, dass ich ihn nicht bezahlen kann.“ Aber er hatte eine gute Idee. Er sprach zu der Oma, dass er ihr all seine Sachen, die er verkaufen wollte, und all sein Geld geben wolle und sie solle ihm dafür den Teller geben. Er behielt nur ein bisschen Geld für seine Rückreise. Und so hatten Ulia und ihre Oma genug Geld und viele, viele Geschenke für alle Kinder im ganzen Dorf. Ulia bekam das wunderschöne Armband zu Weihnachten und feierte mit ihrer Oma glücklich und ohne Sorgen Weihnachten.

Ende