Am 6. Dezember feiern wir traditionell den Nokolaustag. Doch wer war dieser Nikolaus eigentlich? Und warum widmen wir ihm einen eigenen Feiertag?

Der Nikolaustag verdankt seinen Namen dem heiligen Bischof von Myra, der im dritten Jahrhundert in Lykien (im Südwesten von Antalya, der heutigen Türkei) geboren und mit dem Namen “Nikolaus” getauft wurde. Der Name bedeutet im Griechischen Sieg(reich)er des Volkes.

Er soll zahlreiche Wunder vollbracht haben, darunter etwa einen Sturm besänftigt und mehrere Tote wieder zum Leben erweckt haben. Eine Geschichte erzählt davon, wie er einem verarmten Vater von drei Töchtern hilft: Der verzweifelte Vater steht kurz davor, seine Töchter in die Prostitution zu schicken.

Nikolaus hilt, indem er heimlich in der Nacht Goldstücke durch das Fenster wirft. Der Mythos des barmherzigen Helfers und Beschützers, der unerkannt in der Nacht Kinder beschenkt, ist geboren.

Im Mittelalter zählt Nikolaus zu den beliebtesten Heiligen. Er wird Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute.

Ab dem 12. Jahrhundert feiern die Menschen am 6. Dezember das Nikolausfest, zu dem sie sich gegenseitig beschenken. Im süddeutschen Raum zeigt sich der Heilige Nikolaus bis heute meist im traditionellen Bischofsgewand. Im Norden hat sich dagegen die Vorstellung vom Nikolaus als alten Mann mit weißem Rauschebart und dickem roten Mantel durchgesetzt.